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Saltwater Stories

 

Unser kleines aber feines Tagebuch für dich über alles, was wir so erleben, anstellen und veranstalten. Geschichten für alle, die es etwas salziger in ihrem Leben mögen und sich wie wir jeden Tag nach dem Meer und den Wellen sehnen. Hier kannst du hinter die Kulissen des Saltwater-Shops blicken, neues entdecken und dich inspirieren lassen.  


 

Landlocked Cover 

 

Ab heute starten wir unsere Saltwater Landlocked Kampagne. Was es damit auf sich hat?

 

land·locked. „Having no direct access to the coastline or seaport, while having the strong urge to be next to the ocean" Es ist ein Wort, dass mehr Schmerz verursacht, als ein Waschgang in Teahupoo, ein Wort, dass kältere Schauer über den Rücken laufen lässt, als der Neujahrsanfang Surf in Dänemark im Januar. Ein Wort, welches unter allen Surfern stark gefürchtet ist, es jedoch auch, wie kaum ein anderes, schafft die Leute zu vereinen. So wie hier in Deutschland.

 

Nirgendswo anders auf diesem Planeten gibt es gefühlt mehr Landlocked Surfer als in Deutschland. Egal ob in Berlin, Stuttgart oder Kastrop-Rauxel - überall kann man sie heutzutage finden. Diese Lichtgestalten, die ein Parallelleben führen, deren Favoritenseiten sich aus Forecast, Surfclips und Airline Seiten zusammensetzten. Die am Wochenende schon wieder nicht mit feiern kommen, weil sie sich spontan für ein Wochenende in Lissabon entschieden haben. Deren Lieblingsgeruch nicht etwa der 3 Uhr Döner ist, sondern eine Mischung aus Kokosnuss & Meersalz.

 

Ja wir reden über dich, du bist gemeint! In den nächsten Wochen wollen wir mit euch über das Thema „Landlocked“ diskutieren. Dazu werden wir der Reihe nach unsere Saltwater Freunde (Shaper, Blogger, Surfer, Autoren, Surfmarken, die normalen Betroffenen) befragen was sie über das Thema denken. Wir würden uns super freuen, wenn ihr auch mitmacht und uns sagt was ihr über das Thema denkt. Schließlich seid ihr ja genauso betroffen wie wir! Werde Teil unserer Landlocked Kampagne und beantwortet uns einfach die 3 gestellten Fragen und sendet uns ein Foto, hier in der Kommentarfunktion im Album. ~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ ~ Wie gehst du damit um? ~ ~ Wie brichst du aus? ~ Landlocked Surfer, dieses Album ist für euch.

 


 

Heidi-Landlocked 

 

 28.10.2016

Heidi is LANDLOCKED / Bloggerin bei meerdavon

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 

 

Ich bin ein Meeresmädchen: Der Ozean ist meine liebste Spielwiese und bringt mich mit seiner fast hypnotisierenden Wirkung zu Ruhe. Seit ich vor ein paar Jahren mit dem Surfen begann hat sich diese Sucht sogar noch verstärkt und wirklich jeder Urlaub wird nach der Surfsaison geplant. Ferien in den Bergen? Für mich inzwischen unvorstellbar! Am Meer lebe ich nach dem Rhythmus der Natur und irgendwie werden Alltagssorgen plötzlich unwichtig. Deswegen fehlt mir natürlich etwas ganz Essenzielles, sobald ich landlocked bin!

 

~ Wie gehst du damit um? ~ 

 

Ganz einfach: Nach dem Trip ist vor dem Trip! Die Sehnsucht nach dem Ozean ist viel leichter auszuhalten, wenn der nächste Surfurlaub bereits in Planung ist. Mit meinen Surfgirls frühzeitig neue Pläne zu schmieden ist eine tolle Ablenkung! Außerdem hilft es mir, auf meinen Blog meerdavon über die Liebe zum Surfen zu schreiben, tolle Surf Movies zu schauen und Surf Events zu besuchen. Außerdem bin ich auch an Land gern sportlich aktiv und halte mich bis zum nächsten Surfabenteuer mit Yoga, Workouts und Martial Arts fit. Zur Abwechslung probiere ich gern alternative Wassersportarten aus, für die man keine Wellen braucht, wie etwa Stand-Up-Paddling.

 

~ Wie brichst du aus? ~ 

 

Ich habe lange Zeit in Hamburg gewohnt und von dort aus regelmäßig kleine Alltagsfluchten ans Meer unternommen. An der Nord- und Ostsee, z.B. in Sankt Peter Ording oder auf Sylt, kann man zwar nur selten wirklich gut surfen. Aber sich immerhin schön vom Wind durchpusten und eine ordentliche Brise salzige Luft um die Nase wehen lassen. Seit Juni 2016 bin ich komplett aus dem Landlocked Dasein ausgebrochen und habe meinen deutschen Wohnsitz aufgegeben. Seitdem reise ich mit Surfboard, Laptop und Boyfriend als digitale Surfnomadin um die Welt. Eine Entscheidung, die definitiv mehr Wellen bringt und die ich bisher kein Stück bereut habe!

 


 

Dominik Landlocked

 

28.10.2016

Dominik is LANDLOCKED // Gründer von LANDLØCKED

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~

 

Landlocked sein ist für mich Sehnsucht nach der Küste zu haben, auf Entzug zu sein. Jedes Mal wenn ich in meiner Wahlheimat Münster am städtischen See vorbeikomme stelle ich mir vor, wie es wohl wäre, wenn sich in der Mitte ein A-Frame auftürmen würde. Ich glaube es gibt nicht einen einzigen Tag, an dem ich nicht irgendwie ans Surfen denke oder mir vorstelle, wie es wäre jetzt aufs Meer rauszupaddeln. Auch wenn die Entzugserscheinungen dadurch nicht gebessert werden, ziehe ich mir sehr viel Surf-Content im Netz rein und checke eigentlich regelmäßig den Forecast der 3-4 Stunden entfernten Spots in Holland, selbst wenn ich weiß, dass ich gar keine Zeit hätte, dort hinzufahren. Wenn man allerdings mal hinfährt bedeutet Landlocked sein auch die kältesten, kleinsten oder chaotischsten Bedingungen unglaublich dankbar wertzuschätzen und wenn es mal gut läuft, fühlt man sich als hätte man im Lotto gewonnen. Ich habe mal ein viertel Jahr auf Maui verbracht und habe gemerkt, wie schnell man sich an gutes Wetter, Wellen und das Meer gewöhnen kann. Man weiß halt erst immer was man hatte, wenn man´s nicht mehr hat. 

 

~ Wie gehst du damit um? ~ 

 

Mich nervte vor einiger Zeit vor allem das unglaublich langsame Tempo im Surf-Fortschritte machen, das man hat, wenn man im Jahr nur wenig Zeit am Meer und noch viel weniger Zeit auf dem Brett verbringen kann. Irgendwann liefen mir im Netz ein paar Variationen von Surfskates (also Skateboards, die sich vom Fahrverhalten an Surfboards orientieren) über den Weg und ich dachte, hey, das ist bestimmt eine gute Sache, die mein Surfen auch ohne Wasser etwas weiter bringen kann. Da ich immer recht kreativ unterwegs bin, D.I.Y. Kram liebe, früher mal Longboards gebaut hab und aus einer handwerklichen Familie komme, haute ich meinen Vater an, ob wir nicht mal zusammen bei uns in der Werkstatt ein Surfskate bauen wollten. Nachdem wir aus einem alten Skateboard Deck ein paar Achsen und Metallschrott tatsächlich ein funktionierendes Board gebaut hatten, war ich von dem Fahrgefühl so angefixt, dass wir nach weiterem Rumtüfteln, weiteren Prototypen und Einzelanfertigungen für Freunde nun eine Serie unserer eigenen Surfskates, tatsächlich auch unter dem Namen „Landlocked Boards“, vertreiben. Das Training mit dem Board hat mich surftechnisch auf jeden Fall ein ganzes Stück weiter gebracht und ist in der Trockenzeit eine ganz gute Ersatzdroge geworden. 

 

~ Wie brichst du aus? ~

 

Im Kanal zu paddeln ist zwar gut für die Arme, aber richtig glücklich macht mich das nicht. Abendliche Surfskate Sessions mit Freunden machen mega Spaß im Alltag, aber ab und zu muss einfach mal das Auto beladen und das Meer angesteuert werden. Mal geht´s nach Holland, wenn man etwas mehr Zeit hat dann auch nach Frankreich oder Spanien. Ich finde man kalkuliert bei längeren Fahrten immer sehr viel, wie man möglichst effizient in kurzer Zeit viel vom jeweiligen Trip haben kann, weil man eben weiß, dass einem die nächste lange Zeitspanne weg von der Küste schon wieder im Nacken sitzt. Das kann durchaus auch mal in Freizeitstress ausarten und einem das Urlaubsgefühl nehmen. Mittlerweile versuche ich mich was das angeht auf jeden Fall etwas zu zügeln und einfach den Moment des Am/Im-Wasser-Seins zu genießen, wenn man ihn mal hat.

 


 Katrin-Landlocked

 

27.10.2016

Katrin is LANDLOCKED / Bloggerin bei Salty Souls

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 

 

Alltag. Geld verdienen, durch die Straßen mit dem Fahrrad düsen und schneller als jeder andere sein wollen und zum Späti nebenan gehen um noch eine Tüte Chips zu holen. Landlocked sein das heißt für mich in Berlin zu sein und sich ins Stadtgetümmel zu schmeißen. 

 

~ Wie gehst du damit um? ~ 

 

Naja die Sehnsucht und der Wunsch endlich wieder dem Shorebreak entgegen zu springen um ins Line Up zu kommen sind ziemlich groß und lassen sich selten bändigen. 

Ich habe einen tollen Job mit einem super Team und das lenkt auf jeden Fall gut ab. Und auch wenn es hier keine Wellen gibt, ist Berlin trotzdem ein super Ausgangspunkt um mal an die Ostsee zu fahren oder in den See zu springen, um Paddeln zugehen. Es bringt nichts die Zeit ohne Wellen nicht zu genießen – dafür ist sie zu schade.

Berlin und das Meer sind zwei Welten, die ich hoffentlich irgendwann einmal zusammenbringen kann. Ein bisschen gelingt das ja auch durch das Surfmagazin Salty Souls, was sich ja genau mit dem Thema Landlocked auseinander setzt.

 

~ Wie brichst du aus? ~ 

 

Arbeiten. Sparen und zack ab in den Urlaub! Ansonsten kann ich nur die Brandenburger Seen empfehlen um mal ins kalte Nass zu hüpfen und die Paddelarme zu trainieren.

 


 

Oliver-Dauert-Landlocked

 

27.10.2016

Oliver is LANDLOCKED / Unser Online Manager vom Saltwater Shop

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~

 

Viel zu weit weg von meinem Lieblingselement zu sein. Das Leben an einem Ort, ohne Wind, ohne Wellen Sound, ohne Salzprise in der Nase. Kurz ein schrecklicher Ort, wo ich meiner größten Passion nicht nachkommen kann. Meistens halte ich es auch nicht länger als einen Monat ohne Meer aus. Egal ob der Forecast dann Sinn macht oder nicht, ich fahre dann einfach trotzdem an die Ostsee, um winzige Windwellen zu surfen. Hauptsache ich bin wieder mit meinem Meer vereint.

 

~ Wie gehst du damit um? ~

 

Natürlich gibt’s die üblichen Tipps, Wellen Sound Musik, schwimmen gehen, an Surf Wax riechen, Surfboard an die Wand hängen, Surf Mags lesen, Surf Videos und Filme anschauen, Gleichgesinnte treffen, Liegestütze, skaten, Surfforecast checken. Mach ich natürlich alles. Ist trotzdem leider nicht mal halb so geil.

 

~ Wie brichst du aus? ~

 

Ich habe aber das Glück den geilsten Job der Welt zu haben, da sich mein Job 24/7 ums surfen dreht. Ist also meine eigene Form von Therapie. So bin ich jeden Tag in Kontakt mit anderen Surfern die ihre Passion zum Beruf gemacht haben, suche nach den neusten Trends in der Surf Welt, schaue mir tausende Surf Bilder und Clips an und habe ein Surf-verrücktes Team um mich herum. Am schönsten ist jedoch, dass mein Job genau versucht das Leben der Landlocked Surfer in Deutschland zu verbessern. Durch den Saltwater Shop wollen wir jedem Surfer die Möglichkeit geben zumindest in seine eigene Surfwelt abzutauchen, auch wenn der nächste Spot kilometerweit entfernt ist. Egal ob durch ein Buch, ein Mag, eine CD, Style oder unsere Videos, Bilder und Geschichten die wir posten. Ich versuche somit immer mein bestes, dass unsere Saltwater Freunde das Landlocked Feeling zumindest für einen kurzen Augenblick vergessen können.

 

Außerdem reise ich natürlich wie ein bekloppter. Derzeit bin ich in Island und als nächstes geht es nach Südafrika. Ein ganzes Leben Landlocked zu sein kommt derzeit für mich auch nicht in Frage.

 


 

Nadine-Landlocked

 

27.10.2016

Nadine is LANDLOCKED, Sales Representative bei Island Collective, Surf- und Reiseautorin, Kunstlabel viel.stil und Freelancerin im Marketing

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 

 

…ständiges Fernweh zum Meer zu haben und das Rauschen des Meeres in den Ohren so sehr zu vermissen, dass man sich überlegt einen Störsender als Fernsehprogramm laufen zu lassen, die Badewanne mit Salzwasser voll laufen zu lassen oder den Neckar mit der Welle des Ausflugsdampfers zu surfen. 

 

~ Wie gehst du damit um? ~ 

 

Ich versuche durch meine Freelancer-Tätigkeiten möglichst viel vom Meer aus zu arbeiten, sowie für Brands und Produkte tätig zu sein, die mich an meine Leidenschaft, das Surfen, erinnern. Zudem schaue ich meine Unmengen an Fotos an und lasse Erinnerungen meiner Reisen und Surftrips aufleben. Oft hilft es auch, nach den Surftrips direkt neue Surftrips zu planen um direkt wieder ein Ziel vor Augen zu haben. Denn Vorfreude ist die größte Freude. 

 

~ Wie brichst du aus? ~ 

 

Zuhause in Stuttgart erlebe ich das Gefühl durch Longboarden und Skaten wieder. An warmen Tagen begeistert mich das wakesurfen am Bodensee mit Freunden und im Winter bin ich möglichst viel auf dem Snowboard im Schnee.

 


 

Stefan Götzelmann Landlocked

 

27.10.2016

Stefan Götzelmann is LANDLOCKED // Surf & Travel Fotograf bei WARM WATER STUDIO

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~

 

Für mich bedeutet es, weit weg vom Meer zu wohnen, zu weit für Spontantrips. Die meiste Zeit bin ich quasi "passiver Konsument", sprich ich lese die Magazine, verfolge die Wettbewerbe und besuche die Filmpremieren usw. ohne selbst ständig im Wasser zu sein.

 

~ Wie gehst du damit um? ~ 

 

Wann immer es Geld und Zeit erlaubt steige ich ins Auto oder den Flieger und mache mich auf den Weg. Die letzten Jahre hat das gut geklappt. 2011 war ein Jahr indem ich sehr wenig am Surfen war und das hat damals schon an meiner Laune genagt habe ich im Nachhinein gemerkt. Seit dem versuche ich immer rechtzeitig meine Batterien aufzuladen.

 

~ Wie brichst du aus? ~

 

Bei uns daheim ist es ja meist eher kühl, dicht besiedelt und es herrscht sehr viel Hektik. Mein Idealtrip ist daher das komplette Gegenteil dazu. Gerade bin ich am Heimweg von so einem Trip und hatte tropisches Klima, wenig Leute, viel Natur aber weder Netz noch Strom. Jetzt bin ich wieder froh nach Hause zu kommen! Diese Abwechslung und ständige Vorfreude auf entweder Daheim oder die nächste Destination fühlt sich sehr befriedigend an!

 


  

Jasmin-Sowik-LANDLOCKED

 

21.10.2016

Jasmin Sowik is LANDLOCKED // Surflehrerin aus dem Summersurf Camp in Carcans, Frankreich

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 

Wenn man nach einem Sommer voll überwältigendem Surf, viel zu viel Sand überall, Nickerchen unter freiem Himmel und sich verselbstständigten Haaren, die sich zu Dreads geformt haben nach Hause kommt... fühlt es sich zunächst so an, als könnte einem kaum etwas Schlimmeres passieren. Ich persönlich fühle mich in der Stadt eher wie eine Gefangene und alles erscheint mir sinnlos. Zum Glück fange ich mich wieder relativ schnell, sammel mich und wandel die ganze Melancholie und das Fernweh in positive Gedanken um. Denn man kann trotzdem jeden Tag zu einem guten Tag machen, wenn man nur will!

 

~Wie gehst du damit um? ~

Zunächst blicke ich mit einem riesigen Lächeln in meinem Gesicht in die letzte Saison zurück und lasse alle schönen Momente noch 3, 4, 5,... Mal Revue passieren. Allein davon kann ich noch die nächsten Wochen, die ich auf dem Trockenen sitze, zehren. Wenn das Fernweh dann irgendwann stärker wird, beschäftige ich mich wieder ganz intensiv mit der Planung neuer Surftrips oder des nächsten Sommers. Somit wird die Vorfreude wieder unendlich groß und man hat endlich ein neues Ziel vor Augen. Und dann weiß man: nur noch kurz die Zähne zusammen beißen und man ist schneller im Wasser als man denkt! Falls das Fernweh aber doch unerträglich wird, stille ich es meistens wieder für eine Weile, indem ich abenteuerliche Kurztrips unternehme. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Surfen drehen, denn auch eine auspowernde Wanderung durch die Alpen oder 5 Tage durch das wilde Italien lassen mein Herz wieder schneller schlagen. Und wenn ich mich wieder "back to the roots" bringen möchte und mal alles Andere vergessen will, buche ich spontan einen Flug nach Portugal und verbringe dort auf meinem allerliebsten Tierschutzhof ein paar wunderbare, herzerwärmende und familiäre Tage mit den Tieren.

 

~Wie brichst du aus? ~

Wenn ich ausbreche, dann richtig Nach einem gelungenen Semester bin ich dann meistens länger unterwegs und weiß erst einmmal gar nicht, wann ich das nächste Mal zu Hause sein werde. Die letzten Sommer war ich viel in Portugal, Frankreich und Spanien unterwegs. Egal ob zu Fuß, auf 4 Rädern, bei Freunden oder im Zelt. Und für einen guten Surf und gute Leute muss man meiner Meinung nach auch nicht immer um die halbe Welt fliegen. Im Moment habe ich auch mein kleines Lieblingsplätzchen im Summersurf Camp in Frankreich gefunden und unterrichte dort seit diesem Sommer die mutigen Surfnasen. Das Camp fühlt sich wie ein Zuhause an und was ist auch schöner als seine Passion für einen Sommer zu seinem Job machen zu dürfen.

 


  

Stefan-Heinrich-LANDLOCKED

 

21.10.2016

Stefan Heinrich is LANDLOCKED // Blogger bei Travelonboards

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 

landlocked ist ein physischer Zustand, der mich nicht (mehr) daran hindert, trotzdem ein glücklicher Surfer zu sein. landlocked war früher für mich ein katastrophaler Zustand! Nicht surfen zu können, wann immer ich will - ein Alptraum, fast mit Knast gleichzusetzen. Ich habe darunter gelitten, einzig und allein ein Surftrip brachte hin und wieder Linderung. Ein Zustand, der auf Dauer echt anstrengend war und nicht gesund - für Körper und Geist! Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, zu leiden - irgendetwas musste sich ändern. Dass ich nicht umgehend an einen Surfspot ziehen konnte, war aus verschiedenen Gründen klar - darum gab es nur eine Lösung: Wenn ich schon nicht physisch jederzeit surfen kann, dann wenigstens psychisch! Kurzum: Ich habe einfach mein mindset geändert! 

 

~Wie gehst du damit um? ~

In meiner Psyche, meinem Geist und meiner Vorstellung bin ich jeden Tag auf dem Wasser, surfe die Wellen von Bali bis Portugal. Die Vorstellungskraft kann wahre Wunder vollbringen und die surfenden Glückshormone im Körper zum drop-in bewegen - ich bin inzwischen inoffizieller Weltmeister im mind-surfing! Wenn ich zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, surfe ich in Gedanken einer grünen Wasser-Wand entlang, im Park ducke ich meinen Kopf unter die Brüstung einer Hecke und werde dabei gebarreled! Ich sehe die Zeit fernab des Line-Ups inzwischen als Vorbereitung für die nächste, „echte“ Surf-Session und bin einfach nur glücklich darüber, dass ich bald schon wieder surfen gehen kann. Außerdem wissen wenige Surfer im Line-Up die Wellen so zu schätzen, wie ich das tue - auch wenn sie mal nicht sechs Fuß perfekter offshore sind!

 

~Wie brichst du aus? ~

Wie gesagt: mental. Besser aber: physisch. Sobald es mein Job zulässt, packe ich den Boardbag und bin weg, egal ob drei Tage oder drei Monate - meine Surftrips lasse ich mir nicht nehmen! Glücklicherweise habe ich als freier Journalist und Blogger die Möglichkeit, mehr oder weniger selber zu entscheiden, wann und wie lange es für mich los geht. Am besten ist es natürlich, wenn ich aus einem Job-Trip ganz nebenbei einen Surf-Trip machen kann. Ich habe mich inzwischen mit meinem Leben fernab der Wellen (na ja, in Hamburg zum Glück nicht ganz so weit weg) gut arrangiert und bin stolzer landlocked-Surfer. Allerdings ist es natürlich nie ausgeschlossen, dass ich irgendwann mal ein Haus am Ende der Straße, direkt am Spot, mit Blick ins Line-Up habe!

 


 

Katha-Will-Sommer-Landlocked 

 

21.10.2016 

Katha Will Sommer is LANDLOCKED / Bloggerin bei Salty Souls

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~

Landlocked zu sein bedeutet für mich die Suche nach einer Möglichkeit wieder aufs Neue aus der Stadt auszubrechen und am Meer zu sein. Am besten permanent. Die Zeit ohne Meer ist gut um Pläne zu schmieden und Geld anzusparen. Aber letztlich geht es immer darum, Mittel und Wege zu finden, eines Tages für immer am Meer zu leben. Landlocked ist einfach keine dauerhafte Lösung. 

 

~Wie gehst du damit um? ~

Im Versuche mich auf andere Dinge zu fokussieren oder kreativ zu werden: Yoga hilft bei der Ablenkung und Vorbereitung ziemlich gut. Jetzt weiß ich warum der Hype darum so groß ist. Auch super ist es, während der wellenlosen Tage mich mit unserem Surfmagazin „Salty Souls“ zu beschäftigen. Sobald man anfängt Dinge aufzuschreiben, die mit dem Surfen zusammenhängen, ist es so als wäre man gerade am Strand. Ein Beamer ans Meer quasi. 

 

~Wie brichst du aus? ~

Manchmal reicht es mich einfach in meinen Bulli zu setzen, nen Kaffee zu trinken und Musik zu hören. Kurz am Neo riechen ist auch nicht schlecht. Aber im ausbrechen bin ich recht gut geworden, lange hält es mich nie in meiner Stadt.

 


 

Pascal-Christen-Landlocked

 

21.10.2016

Pascal Christen is LANDLOCKED // Blogger bei thefreesurfer.com

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~

Landlocked sein bedeutet für mich, nicht einfach surfen gehen zu können, wenn ich Bock drauf habe, oder die Wellen super sind. Sondern, dass ich immer zuerst Zeit finden muss, und einen Trip organisieren.

 

~Wie gehst du damit um? ~

Ich versuche in meiner Zeit fernab vom Meer fit zu bleiben, aber mich mehr auf andere Sportarten zu konzentrieren als mich immer damit zu quälen, dass ich gerade nicht surfen gehen kann. Natürlich lese ich über fremde Kulturen und ferne Länder, schau mir Competitions und Surfclips online an, und rede oft übers Surfen. Aber mir ist es wichtig in dieser Zeit die Natur um mich herum so intensiv zu geniessen, wie es geht. Reisen hat mir die Augen für die Schönheit unserer Welt geöffnet, und diese Schönheit jetzt vor der eigenen Haustür nicht zu sehen, wäre ignorant und schade. (Ich bin Schweizer, und ja, die Schweiz erinnert manchmal schon sehr an ein Märchenland.)

 

~Wie brichst du aus? ~

Um aus dem "Landlocked sein" auszubrechen, schaue ich, dass ich oft auf ausgedehnte Trips gehen kann. Ich habe in einigen Ländern gelebt und zum Teil auch gearbeitet (Portugal, Australien, Indonesien), um herauszufinden, ob ich auswandern will. Ich habe mich aber dagegen entschieden, zumindest vorerst einmal. Ich liebe die Schweiz, und dort zu leben, Zeit mit der Familie und Freunden verbringen, während ich die Reisekasse wieder auffüllen kann, ist für mich eine perfekte Balance. Da ich das jetzt aber wieder ausgiebig gemacht habe, sind gerade alle Zelte wieder abgebrochen, und ich bin für ungewisse Zeit wieder unterwegs ;) In den letzten Wochen war ich in Ericeira und Nordspanien, und der nächste Schritt ist es von Gran Canaria aus irgendwie über den Atlantik zu schippern!

 


  

Nicole-Landlocked

  

21.10.2016

Nicole Helen Hunebald is LANDLOCKED / Saltwater Shop friend

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 

Gestrandet bei Dauerebbe und ein Sommer ohne Sonne

 

~ Wie gehst du damit um? ~ 

Mit Sport ablenken: Yoga, Laufen, Indo-Board, SUP und mit meinem Liebsten Berlin unsicher machen. 

 

~ Wie brichst du aus? ~ 

Surfalternativen gegen salty water blues gesucht und gefunden: SUP in Berlin oder 2Wave auf dem Havelsee (künstliche Welle mit einem Boot erzeugt).

 


 

Andreas-Landlocked

 

21.10.2016

Andreas is LANDLOCKED // Autor von Boarderlines

 

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 

Das hat sich sehr gewandelt. Damals hielt ich es für eine Laune des Schicksals, eine Ungerechtigkeit des Universums, die bekämpft werden muss, der ich alles entgegen wuchte, um möglichst viele Augenblicke am Strand zu geschehen zu lassen. Eine Lebensaufgabe. Mittlerweile halte ich es für ein Geschenk: Niemand hat mehr Vorfreude auf den nächsten Trip! Kaum einer reist so viel, wie der landlocked Surfer, in dessen Leidenschaft brennt. Arsch hoch bekommen? Null problemo!

~ Wie gehst du damit um? ~ 
Einfach viel reisen. Funktioniert irgendwie immer. Erst so 6 Monate pro Jahr während des Studiums, dann mal 4 Jahre komplett und schließlich immer wieder ein Jahr oder zwei, wenn ein Abschnitt im Lebenslauf geschafft ist oder eine Neuorientierung ansteht. Niemals sofort, erstmal Salzwasser schnuppern und dann in die nächste Runde. Ganz aktuell habe ich gut 3 Monate Ferien und mache alle zwei Jahre ein Sabbatjahr, um zu reisen, zu surfen und zu schreiben

~ Wie brichst du aus? ~
Mittlerweile müssen es häufiger meine beide Lieblingsländer Indonesien und Mexico sein. Dazwischen halte ich Augen und Ohren offen. Gerüchte über gute Wellen und zauberhafte Orte vergesse ich nie. Dann den Laptop auf und ein paar Klicks später geschieht etwas in meinem Gesicht. Etwas, was vor ein paar Augenblicken noch nicht da war. Dann ein Gedanke: Irre, ich habe schon wieder ein Ticket gebucht und die Erkenntnis, das komische Gefühl ist kein spastische Zucken an meinen Mundwinkeln - das ist Vorfreude!

 


  

Pia Opfermann-Landlocked 

 

18.10.2016

Pia Opfermann is landlocked // Gestalterin bei Pia Opfermann Illustration

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 
Landlocked zu sein bedeutet für mich, stetig das Gefühl zu haben, ans Meer fahren, frische Seeluft einatmen und ins kalte Wasser springen zu wollen. Oft ist es alleine der Blick gegen die nächste Häuserwand in der Stadt, im Gegensatz zur uneingeschränkten Sicht zum Horizont, die mich einengt und den Willen hervorruft, ausbrechen zu wollen.


~ Wie gehst du damit um? ~ 
Es ist für mich nicht zwangsläufig negativ landlocked zu sein, denn vor allem in diesen Momenten, in denen ich mich nach dem Meer sehne, werde ich umso kreativer. Ich packe mein Skizzenbuch aus und bringe meine Gefühle, Wünsche und Erwartungen an den nächsten Ausflug ans Wasser zu Papier. 
Eigentlich ist es bei uns hydrophilen Menschen doch auch immer nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Trip gestartet wird – also muss man nur Geduld haben und sich mit schönen Dingen ablenken. Sprach die ungeduldigste Person unter der Sonne…


~ Wie brichst du aus? ~ 
Früher bin ich in jeden Ferien und an den Wochenenden ins Wochenendhaus meiner Großeltern an die Nordsee gefahren. Heute habe ich das Glück und genieße den Luxus im Sommer im Surfcamp in Frankreich wohnen und von dort aus selbstständig arbeiten zu können. Mein Job als Grafikdesignern und Illustratorin gibt mir die Freiheit meine Zeit selbst einteilen und „mal eben“ in die Wellen hüpfen zu können. Allerdings gehört dazu auch eine Menge Selbstdisziplin – vielleicht finde ich nächstes Jahr noch mehr davon ;)

 


 

Philipp Sigmund-Landlocked

 

18.10.2016

Philipp Sigmund is landlocked / Filmemacher bei Northern Stoke Visuals



~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 

Landlocked zu sein ist der einzige Nachteil beim Filmemachen. Während alle anderen im Wasser sind, steht man am Ufer und dreht. Anfangs hat mich das ziemlich angekotzt, aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden. Bilde ich mir jedenfalls ein. Man darf auch nicht unterschätzen,wie stoked man ist, wenn man nen Clip gedreht und geschnitten hat. Ich bin zwar nie 100%ig zufrieden, aber natürlich freut man sich wenn man von anderen hört, dass sie die Clips gesehen haben und gut finden.

Bis vor kurzem habe ich in Kiel gelebt und ich muss fairerweise sagen, dass da "landlocked" zu sein eigentlich nie das große Thema war. An der Ostsee geht öfter was als man denkt, man muss nur seine Ansprüche runterschrauben und Dänemark war ja nun auch nicht weit entfernt.



~ Wie gehst du damit um? ~ 
Ich bin Leid gewohnt, ich komm damit klar :)



~ Wie brichst du aus? ~ 
In dem 350 Seelen- Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, wurde immer gesagt:" Dat Glück is mit die Dummen" da scheint ne Menge Wahres dran zu sein. Ich habe das Glück für ne ziemlich coole Medienproduktion in Hamburg zu arbeiten, die viel im Bereich Wassersport produziert und damit ist das "Ausbrechen" quasi vorprogrammiert und betrieblich angeordnet. Es wird dort sehr penibel darauf geachtet, dass man neben der Arbeit auch ein paar Stunden auf dem Wasser abgreift :)

 


 

Daniela Mischon-Landlocked 

  

18.10.2016

Daniela Mischon is landlocked // Bloggerin von FlyingSurf

~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~  
Gerade als Deutsche ist es total hart, weil surfen ja echt eine Sucht ist und man so eine Passion dafür entwickelt. Und man dann anfängt zu träumen wenn man zu Hause auf dem trockenen sitzt. Sich dann die Wellen im Kopf anfängt vorzustellen. Ich würde es ein wenig wie Liebeskummer beschreiben. Man trauert ja dann irgendwie dem Meer nach und hofft das man bald wieder da ist.

Ich mache da auch gerade echt eine harte Phase durch. Normalerweise habe ich ja das Glück das ich relativ viel ins Wasser komme durch meinen Job und dadurch, dass ich nach LA fliege. Aber jetzt bin ich gerade 4 Wochen ohne Wasser, was es mir echt schwer macht. Ich fühle mich fast so wie ein Drogenabhängiger der keinen Stoff mehr hat.

~ Wie gehst du damit um? ~ 
Derzeit schaue ich mir 1000 Surfvideos an oder trainiere auf meinem Balance Board. Dann gehe ich noch paddeln, um irgendwie Kontakt mit dem Wasser zu haben. Und dann pflege ich noch meine Board, um wenigstens ein wenig das Surffeeling zu haben. Deshalb stehen meine Boards auch direkt in der Wohnung, damit ich sie wenigstens jeden Tag zu Gesicht bekomme. Allerdings trotzdem alles kein richtiger Ersatz zum Wellenreiten.

~ Wie brichst du aus? ~ 
Ich komme meist durch meinen Job als Stewardess mindestens 2 mal im Monat aufs Wasser. Noch dazu nehmen auch meine privaten Trips immer mehr zu. Ein Monat ohne Surfen wird fast unvorstellbar. Der Forecast wird eigentlich auch täglich gecheckt. Ich kann einfach nicht mehr ohne. 

Andere Mädels gehen gerne in die Stadt und kaufen sich Schuhe und ich kauf mir dann Wax oder spare für meinen nächsten Trip. Selbst wenn dann mal schlechte Conditions an den Spots sind bin ich einfach mega happy im Wasser zu sein.
 

 


 

Malte Schreer-Landlocked 

 

18.10.2016

Malte Schreer is landlocked // Shaper von BLISS Boards



~ Was bedeutet Landlocked sein für dich? ~ 

Es ist wie das Leben auf einer riesigen Insel. Irgendwo mittendrin findet man sich wieder, leider ohne salzige Luft & Swell. Landlocked zu sein bedeutet, mobil sein zu müssen, wenn die Sehnsucht nach Weite größer ist als die nach Bequemlichkeit. Sofern man nicht umziehen will…



~ Wie gehst du damit um? ~ 

Positiv. Wir haben uns bedingt durch die Arbeit ein Landlocked-Zuhause gesucht, das einige Sehnsüchte kompensiert. Wir leben so glücklicher Weise auch direkt am Wasser. Der Blick ist zwar endlich, aber schön. Im Sommer haben wir täglich nasse Füße, Wasser ist Alltag für uns. Nur leider eben nicht an einer Küste. Aber - pssst - das Leben bei uns kann auch sehr lebenswert sein.



~ Wie brichst du aus? ~ 

Es ist eine Frage der Einstellung. Ich weine nicht jeden Tag dem Meer nach, ich könnte ja ans Meer ziehen. Aber gerade passt es nicht in mein Leben. Wenn mir das Meer besonders fehlt und ich aus Koblenz nicht wegkomme, um an einen Ozean zu fahren, schnappe ich mir ein SUP-Board und gleite damit eine Runde übers Wasser. Das ersetzt das Surfen in der Welle zwar nicht, spendet aber mehr Trost als mancher Surfer denkt. Es hält fit, macht die Birne frei und man ist der Natur eng verbunden. Sehr gute Sache. Oder ich stelle mich in den Hof, in die Werkstatt und baue ein Alaia, tüftel an einer neuen Wax-Rezeptur. Ich liebe das, weil ich mich der Welle dann irgendwie verbunden fühle. Es ist meditativ. Und ich habe etwas, was ich auf meinem nächsten Trip ausprobieren kann. Gerade sind wir im Norden Dänemarks unterwegs, ich habe wieder zwei neue Alaia-Typen dabei. Ein richtiges Abenteuer. Aber auch nach Holland ist es von uns aus nicht so weit. Man kann sich morgens gut ins Auto setzen, ein paar nette Wellen abreiten um dann abends wieder im eigenen Bett einschlafen. Und dort vom nächsten Set träumen…